Lehrfahrt 2017

Tagesfahrt am Sonntag den 25.06.2017
nach Sangerhausen in das Europa-Rosarium

 

 

Bei wechselhaftem, aber gutem Reisewetter führte die Fahrt, nach Zustieg in Marburg und Kirchhain, im vollbesetzten Reisebus vorbei an Kassel, dann über die A 38 entlang des Südharzes und dem Kyffhäuser-Gebirge mit Kyffhäuser-Denkmal (das zweitgrößte Nationaldenkmal Deutschlands konnte aus Zeitmangel nicht angesteuert werden), das man in der Ferne sehen konnte.

"Bis in diese Höhe reichen manches Mal die Duftwolken der Rosen"

Bei einem über zweistündigen Rundgang durch die größte Rosensammlung der Welt wurde die Entwicklungsgeschichte der Rosen von Wildrosenarten bis zu den modernen Rosensorten eindrucksvoll von den beiden Gästeführer/innen erzählt und präsentiert. Die Führerin unseres Teils der Gruppe wusste viele kleine Anekdoten aus der Geschichte des Rosariums zu erzählen.
Sie stellte uns ein Rezept der "Sangerhäuser Rosenbowle" zur Verfügung,
dass Sie hier zum Selbstversuch downloaden können.

Rezept_Rosenbowle.pdf
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Besonderes Interesse fanden neben dem Rosenmeer mit den vielen Farben und berauschenden Düften auch der Blütenreichtum der zu Säulen und Pyramiden gebundenen Kletter- und Ramblerrosen, so konnten die Rosenfreunde diese Rosen mit allen Sinnen genießen.

Viele Teilnehmende notierten sich die Namen der Rosen, die sich in ihren Augen durch Duft / Statur / Farbspiel / Pflanzen-Gesundheit hervortaten, viele davon ADR*-Rosen. Einige erwarben diese vorgemerkten Sorten --vor Verlassen des Geländes und Antritt der Heimreise-- im Pflanzenshop.

Da an dem Wochenende auch das Berg- und Rosenfest gefeiert wurde, bot sich den Mitreisenden neben der Parkgastronomie auch musikalische Unterhaltung.

Gegen 19:45 Uhr war der Reisebus wie geplant wieder in Marburg, wo die Teilnehmenden  nach einem erlebnisreichen Tag vom 1. Vorsitzenden Heinrich Bornmann verabschiedet wurden.

 

Heinrich Bornmann + Joachim Pinschmidt
(Vorsitzender + Schriftführer)

 

*ADR-Rosen, Allgemeine Deutsche Rosenneuheitenprüfung

ADR - Was bedeutet das?

Die Allgemeine Deutsche Rosenneuheitenprüfung (ADR) ist ein Arbeitskreis aus Vertretern des Bunds deutscher Baumschulen, Rosenzüchtern und unabhängigen Experten. Rosensorten, die das ADR-Prädikat tragen, wurden zuvor einer strengen Prüfung unterzogen, um den Gartenwert von Rosenneuheiten zu bewerten.

Wozu ADR?

Jedes Jahr werden viele Rosenneuheiten in den Handel gebracht und das bereits bestehende Sortiment vergrößert sich stetig. Um Neuzüchtungen verwendungsgerecht beurteilen zu können und das Sortenbewusstsein zu schärfen wurde Mitte der 50er Jahre die ADR-Prüfung von Wilhelm Kordes gegründet.

Was wird geprüft?

Die Prüfung orientiert sich an Merkmalen wie Wirkung der Blüte, Duft, Wuchsform, Reichblütigkeit, Winterhärte. Das wichtigste Bewertungskriterium ist die Widerstandsfähigkeit gegenüber Blattkrankheiten.

Wie wird geprüft?

Die ADR-Prüfsorten werden in 11 verschiedenen Sichtungsgärten, die über die ganze Bundesrepublik von Nord nach Süd und Ost nach West verteilt sind, ohne jegliche Behandlung mit Pflanzenschutzmitteln (Fungiziden) kultiviert und jährlich bewertet. Nach drei Jahren Bewertungszeitraum entscheidet die Prüfungskommission, ob der Rosensorte das ADR-Prädikat verliehen wird. Dazu muss ein bestimmter Qualitätsstandard erreicht werden.